"Respekt vor dem Mut einbeiniger Frauen"

Viele Leute sagen, ich solle doch mal etwas mehr zu meinen Objekten und Projekten schreiben. Gerade hier muß ich das wohl mal machen!
"Respekt vor dem Mut einbeiniger Frauen" hat seinen Ursprung in dem Kauf von sieben Beinprothesen, die ich auf einem Trödelmarkt günstig erworben habe. Der Verkäufer erzählte mir, dass alle Beine von einer Frau stammen, die verstorben ist. Sie sei eine Frau gewesen, die mit diesen Prothesen über lange Zeit die Welt bereist hat. Das hat mich dazu inspiriert mich der Sache künstlerisch zu nähern. So sind dies nicht nur Prothesen, sondern Zeugen von einem Leben, dass bestimmt nicht leicht und  von Hürden und Schwierigkeiten geprägt war. Diese Arbeit ist also eine Hommage an eine mir unbekannte mutige und mit Sicherheit energiegeladene Person!

Sollte der Verkäufer der Beine dies lesen, würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen.
Mein Dank geht natürlich auch an den freundlichen Hausmeister einer Grundschule, der das Turnpferd nicht an den Sperrmüll gestellt, sondern es mir zur Weiterverarbeitung geschenkt hat.

Ich freue mich übrigens immer über Schenkungen von ungewöhnlichen Gegenständen, die vielleicht auch noch eine gute Geschichte oder Funktion hatten/haben. Viele meiner Arbeiten haben ihren Anfang / Ursprung  in solchen Fundstücken und sind immer wieder eine echte Freude für mich!





















                                          

1 Kommentar:

  1. Wäre ich eine Prothese,
    bräucht ich keine Mayonaise.

    Ich wär ein Diener meiner Herrin,
    liefe mal hier- und auch mal dorthin.

    Bei Steinen wäre ich vorsichtig,
    denn das ist bei Prothesen wichtig.

    Wenn sie zu Hause ruht im Bette,
    stünd' ich bei ihr in einer Ecke.

    Wie Vögel auch schlief ich im Stehen,
    am nächsten Tag könnt's weitergehen.

    Die ganze Welt wollt ich ihr zeigen,
    und Tango tanzen oder Reigen.

    Dabei viel schöne Liedchen pfeifen,
    eine Prothese ist kein Reifen. 

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